Seifenkistenwettbewerb beim Binzener Frühlingsfest: Der Leo-Club war dabei

Seifenkistenwettbewerb beim Binzener Frühlingsfest: Der Leo-Club war dabei

Zwei Tage lang, vom 9. bis zum 10. April, fand das alljährliche Frühlingsfest im Binzener Gewerbegebiet statt. Diverse Attraktionen wie ein Bauernmarkt, Cross Motorräder oder Modellboote in einem Wasserbecken warteten auf den Besucher. Einer der Höhepunkte dürfte aber der Seifenkisten Wettbewerb gewesen sein, an welchem auch der Leo-Club Weil am Rhein teilnahm.

Neun Teams traten bei diesem Wettbewerb gegeneinander und gegen die Uhr an, wobei alle einen identischen Seifenkistenbausatz aus Holz samt Werkzeug zur Verfügung gestellt bekamen. Für die Teilnehmer war der gesamte Wettbewerb kostenlos, da diverse Sponsoren für die Kosten aufkamen. Sponsor des Leo-Clubs war das Peugeot-Autohaus Golz, was mit einer passender Aufschrift auf dem fertigen Gefährt gewürdigt wurde. Gebaut wurden die Seifenkisten in den Werkstätten oder Höfen der diversen Autobauer und Firmen im Industriegebiet.

Nach dem Start des Wettbewerbs um 11:00 Uhr blieb allen Teilnehmern zweieinhalb Stunden Zeit, das Fahrzeug aus den dutzenden Einzelteilen zusammen zu bauen und mit Farben und Aufklebern entsprechend zu verschönern. Acht Leute vom Leo-Club arbeiteten Hand in Hand am raschen Voranschreiten des Projekts, unter Ihnen auch Markus und Marc vom Markus-Pflüger-Heim in Wiechs. Die Aufgaben waren klar verteilt: während eine Hälfte des Teams aus den dutzenden Einzelteilen und mit Hilfe der Anleitung sowie dem nötigen Fachwissen die Seifenkiste baute, arbeitete die andere Hälfte an der Verschönerung des Rennwagens. Vorgedruckte Schriftzüge und Logos wurden auf Klarsichtfolie übernommen und vor dem Lackieren auf die dafür vorgesehenen Stellen am Fahrzeug geklebt. Anschließend lackierte Murat bis auf das Cockpit den gesamten Wagen in einem dunklen Blau, was aus dem schnöden Holzbau einen edlen Flitzer machte.

Jedoch war der Zusammenbau und die Verzierung nicht die einzige Hürde, welche es zu überwinden galt – anschließend wartete noch der TÜV darauf, die Modelle abzunehmen und so für das eigentliche Rennen am Nachmittag zu qualifizieren. Dabei stellte sich heraus, dass dem Leo-Club-Team ein Fehler beim Zusammenbau der Lenkung unterlaufen war, was jedoch zügig vor dem Rennen behoben werden konnte. Nun, als die sehr genaue Prüfung durch den Sachverständigen endlich erfolgreich überstanden war, konnte es auf die Piste gehen.

Da es keinerlei Berge in Reichweite gab, wurde das Rennen auf ebener Strecke, dafür aber mit einem Fahrer und einem Schieber, ausgetragen. Sezer und Léonie nahmen die Herausforderung an und bildeten das Rennteam des Leo-Clubs, durften sogar als erstes Team starten. Die Aufgabe, die sie zu bewältigen hatten, war eine Mischung aus Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Koordination. Nach dem Start galt es, schnellst möglich an das erste Hindernis zu rollen, welches aus zwei dünnen Holzstangen, über denen die Seifenkiste behutsam geschoben werden musste, ohne dass die Räder den Boden berühren durften, bestand. Innerhalb von Sekunden überwanden Sezer am Steuer und Léonie als Schieberin dieses Hindernis und wechselten anschließend pflichtgemäß die Rollen. Nun schob Sezer den “Leo-Golz-Express” an das Ende der Strecke, wo das Gefährt zuerst rückwärts, anschließend vorwärts eingeparkt und abschließend gewendet werden musste, was bei einem solch großen Lenkradius gar nicht so einfach war. Schlussendlich ging es zurück auf die lange Gerade und da, beim abschließenden Sprint, auf das Ziel zu. Dank Sezers Muskelkraft schoss Léonie diesem mit hohem Tempo entgegen. Ob es gereicht hatte, um eine Platzierung zu erreichen? Wir mussten nun Geduld beweisen und die anderen Teams fahren lassen, welche mit kleineren und auch größeren Problemen zu kämpfen hatten, aber ebenfalls sehr flott unterwegs waren.

Schlusspunkt der Veranstaltung war die Siegerehrung sowie die Vergabe der Urkunden. Auch wenn wir keinen Podestplatz erreichen konnten, hatten wir viel Spaß und Freude am Wettbewerb, bei welchem eine gute Stimmung und traumhaftes Sommerwetter herrschte. Und was immer noch am meisten zählt, ist das sportliche Motto “Dabei sein ist alles”!

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