Zu Besuch bei Circolo in Freiburg

Zu Besuch bei Circolo in Freiburg

Das Jahr 2012 ist noch jung, doch das ist kein Grund für uns, die Freundschaft zu den Bewohnern des Markus-Pflüger-Heims schleifen zu lassen. So fuhren wir am 7. Januar mit der Bahn nach Freiburg und genossen eine witzige und zugleich atemberaubende Show im bekannten Weihnachtszirkus “Circolo”. Zur Mittagszeit startete unser Zug im Weiler Bahnhof und transportierte uns zum 60 Kilometer entfernt gelegenen Freiburg im Breisgau. Während der Fahrt gab es schon allerlei Gesprächsstoff, denn jeder hatte Silvester auf eine andere Art und Weise verbracht. Versorgt mit Brezeln und Getränken wurden alle Teilnehmer durch Clubbetreuer Gerhard Laux.In Freiburg angekommen, stiegen wir zunächst in den Bus und fuhren ein kleines Stück, bis hin zur Neuen Messe, auf welcher der Zirkus zu finden sein sollte. Was uns erwartete, waren drei große Zelte, aufgebaut auf einer riesigen Fläche im Herzen der Stadt. Bewohner Tobias verschlug es beim Anblick der blau-roten Stoffmonster glatt die Sprache. Dass er aus dem Staunen nicht mehr herauskam, sollte an diesem Tag nicht das letzte Mal gewesen sein…

Im Innenraum konnten sich Leos und Bewohner zunächst die Finger an der Heizung und an Kaffee aufwärmen, bevor es in das eigentliche Hauptzelt, die Manege, ging. Diese war wahrlich groß und bot einer Menge Zuschauern Platz, wobei wir in den vorderen Reihen Platz nehmen durften. Wir waren bereits vor einigen Jahren, ebenfalls mit den Bewohnern, im Varieté am Seepark gewesen, das ebenfalls von Christoph Mack, dem Organisator des „Circolo“, betrieben wird. Dadurch hatten einige Bewohner und Leos bereits eine Vorahnung, was sie erwarteten könnte.Doch schon nach den ersten Auftritten gab es kein Halten mehr! Atemberaubende Akrobatik am Hochseil, ohne Sicherung, pure Kraft oder waghalsige Manöver auf dem Einrad waren erst der Anfang. Mit lustiger Situationskomik wie dem Veralbern von Zuschauern sorgten Zirkusdirektor „Sebastian“ und sein Team immer wieder für Arbeit für die Lachmuskeln, was in der nächsten Vorführung sogleich wieder durch einen hohen Adrenalinschub und Herzklopfen ausgeglichen wurde. Sieht man im Fernsehen solche Auftritte, ist das zwar nett anzusehen, macht aber keineswegs diesen Reiz aus. So blieb sicherlich vielen Zuschauern im Zelt das Herz stehen, als sich eine Trapezkünstlerin aus dem Trio Wozniewski zehn Meter über unseren Köpfen mit Schwung vom Trapez löste und sich in ein von ihrem Partner gehaltenes Seil warf. Solche Momente sind es, welche einen guten Zirkus ausmachen.Aber auch Mime Daniel, ein Pantomime-Künstler, sorgte für Furore. So betrat er anfangs als Vogel Strauß verkleidet die Bühne und bewies im Verlauf der Show seine Vielfalt mit weiteren Auftritten, bei denen es schien, als könne er seinen Kopf abnehmen oder bei lustigen Tänzen als automatengesteuerter Mensch, maschineller Mensch, menschliche Maschine.

Und so verging eine geniale Show wie im Fluge. Ruck zuck waren wir am Finale angelangt, draußen wurde es inzwischen dunkel. Auf dem Weg zum Bahnhof gab es dann wieder eine Menge Unterhaltungsmöglichkeiten, schließlich sieht man so etwas nicht jeden Tag.Im Zug waren sich dann alle einig: Dieser Ausflug war ein sehr guter Start in das neue Jahr und hatte allen gefallen. Wenn das so weitergeht, dann wird 2012 nicht, wie von einigen Zeitgenossen prophezeit, ein Katastrophenjahr, sondern viel mehr ein Jahr voller toller Ausflüge und emotionaler Momente, zumindest für den Leo-Club und seine Freunde.So freuten sich schon alle auf die nächste Unternehmung, als der Zug mit quietschenden Bremsen im Bahnhof Weil zum Stehen kam und es Abschied nehmen hieß.

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