„Nach em Räge schint d’Sunne”

„Nach em Räge schint d’Sunne”

„Musikalische Grüße aus der Schweiz“, lautete der Titel des Benefizkonzerts, das das Hilfswerk des Leo-Clubs Weil am Rhein – Dreiländereck am 19. Juli im Gemeindehaus von St. Peter und Paul veranstaltete. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen um Clubpräsident Andreas Remdt konnten rund 200 Gäste ganz unterschiedlichen Alters begrüßen. „Ehrensache“ sei es für sie gewesen, sagte er bei der Anmoderation, zahlreichen Bewohnern des Pflegeheims Markgräflerland und deren ehrenamtlichen Begleitern Freikarten zukommen zu lassen. Und auch aus dem Markus-Pflüger-Heim in Wiechs wurden einige Menschen mit Behinderung an diesem Abend mit einem herzlichen „Grüezi“ begrüßt.

Sarah-Jane, Volksmusiksängerin aus dem schweizerischen Rothenfluh, riss das Publikum bei ihrem temperamentvollen Auftritt von der ersten Minute an mit. Es wurde mitgeklatscht und viel geschunkelt. Und schon nach wenigen Minuten zogen Konzertbesucher in Polonaisen im Takt zur Musik winkend durch den Saal. Eine solche Begeisterung hatten die Leos nicht erwartet.

In der Pause stellte Andreas Remdt die vielfältigen Projekte des Leo-Clubs und die anwesenden Leos vor. Jean-Christophe und Chiara zum Beispiel, die beide vor kurzem in Frankreich ihr Abitur bestanden haben und Sezer, der das Wirtschaftsgymnasium in Lörrach abgeschlossen hat. Rosen schenkte der Zwanzigjährige Katja, Tatjana und Yana aus der Theodor-Heuss-Realschule in Lörrach. Die fünfzehn und sechzehnjährigen Mädchen hatten sich in letzter Zeit als Praktikantinnen im Leo-Club in herausragender Weise engagiert. Insbesondere haben sie eine Woche zuvor als Russisch sprechende Begleiterinnen das Team der Leos bei einer dreitägigen Hausbootfahrt mit zehn Ferienkindern aus Weißrussland verstärkt. Diese Ferienkinder sorgten vor dem zweiten Auftritt von Sarah-Jane für eine große Überraschung.

Unter Anleitung ihrer Betreuerinnen Alena Charapko und Valentsina Rybakova hatten Darya, Maryia, Tatsiana und ihre Kolleginnen einen Auftritt einstudiert. Eine ganze Woche lang hatten sie intensiv geübt, „aus Dankbarkeit für die schönen Tage mit Euch auf den Hausbooten“, wie Christiane Aßmann den Leos erklärte: „Sie wollten Euch eine Freude machen!“ Und das taten sie an diesem Abend in einer nicht für möglich gehaltenen Weise. Andächtige Ruhe herrschte im ganzen Saal, als die Mädchen in unterschiedlichen Formationen Lieder aus ihrer Heimat sangen. Alt und Jung im gut gefüllten Saal hörte staunend wie erfreut zu. „Was die für einen Mut haben!“, hörte man hinterher viele Leute anerkennend sagen; „und alles a cappella!“

Im zweiten Teil ihrer musikalischen Grüße bezauberte Sarah-Jane das Publikum mit modern interpretierten schweizer Volksliedern. Einige ältere Besucher konnten beispielsweise den Ohrwurm „Nach em Räge schint d’Sunne” aus vollen Kehlen mitsingen. Aber auch manch ein Jüngerer erfreute sich an der herrlichen Melodie. Einige Leos erkannten in dem musikalischen Hinweis, dass nach jedem Regen die Sonne wieder scheint, gar etwas Philosophisches: „Das taugt als Lebensmotto!“

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